Bierbichler, van Mieghem, Schweighöfer, Hüller & Rois, Ina Weisse. Eine schrecklich schöne Familienaufstellung
Foto: NDR / Andreas Fischer In „Der Architekt“ sieht der Zuschauer einer Familie bei ihrer stillen Selbstzerfleischung zu. Und immer wieder ist es die Semantik des Schnees, die dem Subtext der Geschichte zuspielt. Doch nie übertreibt Weisse die Metaphorik der Bilder. Mit ihrem Debüt steht sie in bester europäischer Kunstfilmtradition. Perfekt die Besetzung, jeder physisch hoch präsent, in stiller Verzweiflung. „Der Architekt“ besticht in der lebensklugen & ästhetischen „Durchmischung“ der Kraftfelder, in denen sich gute Filmdramen bewegen: der Spannung zwischen Schauspieler und Filmsprache, Realismus und Formwille, Sinn und Sinnlichkeit.

