Knaup, Tukur, Milberg & Adolf Eichmanns „Banalität des Bösen“ als Doku-Thriller
Foto: NDR / Julie A. Larramendi „Eichmanns Ende“ steht im Zeichen der „Banalität des Bösen“, jenes Erklärungsmodells, mit dem Arendt die aus der Normalität geborenen Gräueltaten des NS-Funktionärs Eichmann umschrieb, denen keine krankhaften Motive, allenfalls die deutschen Sekundärtugenden zugrunde liegen. Herzstück des Films von Raymond Ley sind die Tonbandaufnahmen aus den 1950er Jahren, in denen der Journalist Willem Sassen den eiskalten Deportations-Logistiker interviewt für ein Buch, das den „alten Kameraden“ in der Heimat Mut machen soll. Wortgewaltiges & sinnliches Doku-Drama: gekonnt montiert, gut gespielt, spannend.
