Foto: ZDF / Jieun Yi Drei psychisch verletzte Frauen nehmen ihre Heilung in die eigenen Hände. Davon erzählt Leonie Krippendorff in ihrem Debütfilm „Looping“. In einer psychiatrischen Klinik kommen sich Leila (19), Ann (52) und Frenja (35) näher. Sie verstehen sich, sie vertrauen sich, sie berühren sich, sie lieben sich. Aber ihr Glück ist endlich. Draußen wartet ein anderes Leben… Der Film erschließt sich über die Wahrnehmung, die Stimmungen, über das Visuelle. Auf die verbalen Ausführungen der Krankengeschichten wird verzichtet. Ob sexueller Missbrauch oder Körperstörungen – die Krankheitsbilder sind nachvollziehbar und sie sind ausreichend dargestellt, um das zu entwickeln, worum es der Autorenfilmerin offenbar geht: die Heilung durch Nähe, Berührung und durch das Gefühl, gesehen und verstanden zu werden.
