Foto: ZDF / Susanne Bernhard Ein im Ministerium gestrandeter Forstwirt übernimmt eine Vertretungsstelle als Förster, erneuert dort seine große Liebe zum Wald und findet offenbar den Mann seiner Träume. Dramaturgisch wie emotional unterscheidet sich „Baumgeflüster“ (ZDF / Claussen + Putz) nicht von heteronormativen Liebesfilmen: Da sind zwei füreinander bestimmt, doch die Verhältnisse und/oder die Mentalität einer der beiden stehen dem Liebesglück im Weg – vorerst. Neben diesen narrativen Standards weiß die romantische Komödie durch eine Vielzahl amüsanter Nebenplots, launiger Szenen und origineller Zutaten zu gefallen. Die Besetzung fast aller Nebenrollen ist verblüffend prominent. Die Figuren und mit ihnen der Wald sind das Zentrum der Geschichte. Bedenkt man, dass der Film auf dem „Herzkino“-Sendeplatz läuft, weiß man die Sinnlichkeit der Inszenierung und den guten Flow umso mehr zu schätzen. Auf erotische Szenen wird aus gutem Grund verzichtet. Wichtiger fürs Mainstream-TV sind die dargestellten homosexuellen Rollenbilder: vier sehr unterschiedliche, höchst individuell gezeichnete Männer.


















