Foto: ZDF / Clément Puig Mit der neuen Reihe „Ein Tisch in der Provence“(Polyphon, win win Film) belebt das ZDF seinen Unterhaltungssendeplatz am Sonntag und bietet endlich eine Alternative zu den nach Schema F geplotteten und meist auch filmisch uninspirierten „Herzkino“Ausflügen nach Cornwall oder Schweden. Den Machern gelingt es in dem zweiteiligen Auftakt, eine komplexe Familiengeschichte, ja, einen Film zu erzählen, bei dem die medizinischen Fälle klug und beiläufig in die horizontal erzählten Familienangelegenheiten integriert sind und bei der keine notorische Helferin am Werk ist. Man schaut hier gerne zu – weil es in diesen Filmen etwas zu sehen gibt: interessante, lebensnahe Charaktere und stimmig besetzte Schauspieler (allen voran die bezaubernde Friederike Linke), die problemlos als Franzosen durchgehen können. Hier spürt man (das) Leben, schon allein durch das Milieu, die Natur, die Landschaft, das Wetter. Und sehen lassen kann sich auch die frankophile, realistische Inszenierung.



