Foto: Degeto / Britta Krehl Auch in der fünften Episode der ARD-Freitagsreihe „Die Drei von der Müllabfuhr“ (Degeto / Bavaria Fiction) ist wieder reichlich was los. Der Kiez schläft nicht, und der Käpt’n kann und will sich nicht raushalten, wenn es um die Belange derer geht, die es nicht so leicht im Leben haben. Erfreulicherweise aber hilft die Ochsenknecht-Figur nicht mehr ganz so zwanghaft wie zuletzt. Der schleichende Veränderungsprozess des bisher betont schlichten Charakters zeigt sich unter anderem auch in der Haltung zum Thema Kultur, die ihm die Autoren Gernot Gricksch und Toks Körner in die Drehbücher geschrieben haben. Der kleine Mann legt mehr Toleranz an den Tag, gibt nicht immer sofort dickköpfig contra – wodurch die anderen Charaktere an Kontur gewinnen. Daraus ergibt sich eine Vielzahl an Episoden, an Szenen und Momenten, die das Konzept dieser etwas anderen Unterhaltungsfilm-Reihe, ein Bisschen vom (Großstadt-)Alltag erzählen zu wollen, noch besser einlösen. Zu diesem Konzept passt auch die Besetzung, die Inzenierung ist flott, die Dialoge besitzen häufig etwas Beiläufiges und die Dramaturgie, insbesondere die Verknüpfung der Szenen, ist ausgesprochen dicht.


