Foto: BR / Hendrik Heiden Ein Junge mit Kaspar-Hauser-Syndrom schwebt in Lebensgefahr. Hält dessen ehemaliger Peiniger nun andere Kinder in seiner Gewalt? Der „Polizeiruf 110 – Der Ort, von dem die Wolken kommen“ (ARD / Roxy Film) erzählt einen Fall, bei dem herkömmliche Methoden versagen und bei dem deshalb Hypnose zum kriminalistisch wie filmästhetisch reizvollen Einsatz kommt. Auch die Polizistin, die sich sehr persönlich einbringen muss, ist keine Ermittlerin, wie sie in Krimi-Reihen üblich ist. Die Nachfolgerin von Brandts von Meuffels ist Streifenpolizistin. Sie ist keine einsame Wölfin, Kommunikation ist eine ihrer Qualitäten. Und Verena Altenberger zeigt schon bei ihrer „Polizeiruf“-Premiere, dass noch sehr viel von ihr und ihrer unkonventionellen Figur zu erwarten ist. Für innovationsfreudige Zuschauer also ein Einstand nach Maß, den Florian Schwarz (mit Michael Proehl) auf den Bildschirm gezaubert hat. Da verwundert es, dass Autor Günter Schütter seinen Namen zurückgezogen hat.

