Foto: Joyn / Willi Weber Auf den ersten Blick ist „Frier und Fünfzig – Am Ende meiner Tage“ (Joyn, Sat.1 / Good Humor, Brainpool) eine heitere Serie von und mit Annette Frier im Stil von „Pastewka“: Die Schauspielerin erlebt die typischen Symptome der Wechseljahre, und weil sie zudem mit ihren Rollenangeboten hadert, will sie eine Serie über das Klimakterium drehen. Sämtliche Sender winken jedoch ab, und im Showbusiness ist das Thema ohnehin tabu: Älter werden dürfen nur Männer. Deshalb geht es auch um die Frage, warum Schauspielerinnen um die 50 plötzlich von der Bildfläche verschwinden und erst als „lustige Oma“ wieder auftauchen. Familiäre Verwicklungen sorgen für weitere Komplikationen: Die Tochter wird Mutter, der untreue Gatte wird Vater. Viele namhafte Gaststars und famose selbstironische Dialoge (allen voran zwischen Annette Frier und ihrer Schwester Caroline) sorgen für ein preiswürdiges Vergnügen.

