Foto: ZDF / Sandra Hoever „Ein Lächeln nachts um vier“ (ZDF / Relevant Film) ist nur eine Liebesdramödie und doch ein doppelt bedeutsamer Film: Es ist die einzige weihnachtliche Fiction-Premiere und es ist eines der im Jahr 2017 besonders raren „Herzkino“-Ausreißer nach oben. Es ist ein „ehrlicher“ Liebesfilm mit ernsthaftem Kern, der wertneutral dem verzweifelten „Pursuit of Happiness“ des jungen Paares das Glück der Großelterngeneration gegenübergestellt. Die Autoren umgehen die romantischen Klischees, indem sie sich nicht im Allgemeinen verlieren, sondern immer das Individuelle, das Besondere suchen: Das fängt bei den Figuren an, setzt sich noch deutlicher bei der Top-Besetzung fort und auch filmisch zeigt Regisseur Ruzicka trotz Schneeflocken aus dem Rechner, dass sich Gefühle auch ohne „Herzkino“-Ästhetik nachhaltig vermitteln lassen. Man vermisst nicht mal das echte Schnee-Winter-Feeling.
