Foto: ZDF / Sandra Hoever „Glück ist was für Weicheier“ (ZDF / Walker+Worm) erzählt eine tieftraurige Geschichte als Komödie mit Trauerflor: Die zwölfjährige Jessica sucht verzweifelt nach einem Weg, wie sie ihrer unheilbar kranken älteren Schwester helfen kann. Die vermeintliche Lösung findet sie in einem Buch über Rituale zur Schadensabwehr. Obwohl der Film im Grunde nur eine Aneinanderreihung einzelner Vorfälle und Erlebnisse ist, gelingt es Anca Miruna Lăzărescu in ihrer ruhig erzählten zweiten Regiearbeit, einen harmonischen Handlungsfluss herzustellen. Dafür steht vor allem die junge Hauptdarstellerin Ella Frey, die auch die kleine, aber für das Gesamtgefüge des Films ungemein wichtige komödiantische Ebene trägt. Der Film eröffnet die Reihe „Shooting Stars – Junges Kino im Zweiten“, aber leider erst um 23.15 Uhr. Die Tragikomödie hätte sicher auch um 20.15 Uhr funktioniert.

