Foto: ZDF / Krzysztof Wiktor Auf den Fluren der Krankenhäuser sterben die Menschen in Scharen, überall liegen Leichensäcke: Die Fernsehbilder über die Folgen der Corona-Pandemie in Italien sind noch in berückend guter Erinnerung. Nun kehren sie wieder: In „Sløborn“ (ZDF / Syrreal Entertainment) wird eine Nordseeinsel zum Seuchenschauplatz. Christian Alvarts achtteilige Serie nimmt allerdings einen sehr langen Anlauf und lässt sich viel Zeit, um die Figuren einzuführen. Richtig los geht’s im Grunde erst ab Folge sechs, wenn die Seuche tatsächlich ausbricht, und ab Folge sieben grassiert der pure Horror. Nun wird die Serie zum Hochspannungs-Thriller, zumal Alavart (Buch, Regie, Produktion und Kamera) nun ähnlich viel Aufwand betreibt wie ein Spielfilm mit großem Budget. Die Musik hat ohnehin durchgehend Kinoformat. Belohnt wird auch Alvarts mutige Entscheidung, mit Emily Kusche eine kaum bekannte junge Schauspielerin in den Mittelpunkt zu stellen.
