Foto: Degeto / Flo Hanatschek „Stabil“ (Rat Pack Filmproduktion) beginnt, wo andere Coming-of-Age-Stories enden: auf Station. An der Seite von Teenager Greta entdeckt der Sechsteiler eine jugendpsychiatrische Einrichtung als Ort, an dem Menschen unter besonderen Bedingungen zu sich finden und wachsen können. Draußen auffällig und unverstanden, sind sie drin füreinander da. Zumindest in dieser Serie, in der das erwachsene Personal behutsam beobachtend agiert. Weit weg von dramatischen Einschlägen à la Kuckucksnest widmet sich „Stabil“ dem Miteinander der jungen Patienten. Vielleicht ist es gerade der Verzicht auf Zuspitzung und raffinierte dramaturgische Wendungen, die diese Fälle zu Menschen machen, und es ermöglichen, einem jugendlichen Publikum die Angst vor dem ersten Schritt aus psychischer Not zu nehmen.
