Der Zuschauer wird auch heute noch gefordert: Sam Fuller, Zeit- & Filmgeschichte
Foto: WDR Der Film gilt als „Tatort“-Klassiker, gehört jedoch zu den umstrittensten Beiträgen der Reihe: Der amerikanische Independentfilmer Sam Fuller hat mit „Tote Taube in der Beethovenstraße“ einen Krimi gedreht, der die deutschen Zuschauer 1973 mit seiner unnötig komplizierten Erzählweise, einer zum Teil eigenwilligen Bildgestaltung sowie der famosen, aber gleichfalls gewöhnungsbedürftigen Musik von Can verwirrte und verstimmte. Viele zeitgenössische Kritikpunkte lassen sich auch heute noch nachvollziehen; dennoch hat die Geschichte vom amerikanischen Privatdetektiv, der ein Erpressersyndikat auffliegen lassen will, durchaus ihren Reiz. Die Synchronisation bricht dem auf englisch gedrehten Krimi jedoch das Genick.
