Foto: ZDF / Mario Krause Das Drama „Smile“ (ZDF / Martens Film und Fernsehproduktions GmbH) ist eine Mischung von „Alice im Wunderland“ & „Orpheus in der Unterwelt“, allerdings in der Techno-Version: Die junge Mercedes streift auf der Suche nach einem befreundeten DJ über das Gelände eines Festivals und begegnet dabei einigen skurrilen Geschöpfen der Nacht. Steffen Köhn taucht sein Regiedebüt in Bilder, die wahlweise aus einem Trip oder einem Traum stammen könnten. Der Film wirkt für ein Kleines Fernsehspiel verblüffend aufwändig, ist aber vergleichsweise brav gestaltet; die Schnittfrequenz zum Beispiel entspricht den üblichen Sehgewohnheiten. Interessant ist der Film nicht zuletzt wegen seines quasi-dokumentarischen Charakters und wegen Hauptdarstellerin Mercedes Müller. Aber auch sie kann nicht verhindern, dass „Smile“ trotz einer Länge von bloß 75 Minuten wie ein zu lang geratener Kurzfilm wirkt.
