Foto: NDR / Felix Althaus In eine scheinbar andere Zeit versetzt „Borowski und das Haus am Meer“ (ARD / Nordfilm Kiel) sein Publikum: Die etwas überladene Episode aus der Kieler „Tatort“-Reihe handelt von einem Generationenkonflikt in einer evangelischen Pastorenfamilie, von Eifersucht, verschmähter Liebe & Gewalt gegen Kinder. Reformpädagogen, Nazi-Vorfahren, Wolfshunde und ein „Indianer“ spielen auch noch eine Rolle. Die leicht wirre Handlung wird aber stimmungsvoll in norddeutscher Küstenlandschaft in Szene gesetzt. Im Wald vermischen sich Realität und Phantasie, in dem abgelegenen Küsten-Ort scheint religiöse Enge zu herrschen, und auf dem Meer liegt ein Segelschiff vor Anker – nicht mit Piraten an Bord, aber mit einer dänischen Gemeinschaft, die noch eine Rechnung offen hat. Kommissar Borowski beweist seine besondere Antenne für Kinder-Phantasien, die Sahin ermittelt grenzüberschreitend.
