Foto: HR / Bettina Müller „Tatort“-Rücksturz in die Vergangenheit: Im Frühjahr 1944 landen ein Sonderermittler der Polizei und sein strammer Nazi-Adjutant in einem Dorf, in dem vier deutsche Soldaten und ein mit seiner Maschine abgestürzter englischer Pilot erschossen aufgefunden werden. Ulrich Tukur spielt in „Murot und das 1000-jährige Reich“ (ARD / Hessischer Rundfunk) den Sonderermittler, während er 80 Jahre später als Kommissar Felix Murot am Flughafen auf einen greisen Nazi-Verbrecher wartet, um doch noch späte Gerechtigkeit walten zu lassen. Autor und Regisseur Matthias X. Oberg und seine Co-Autoren versetzen den „Tatort“ ohne fantastische Zeitreise-Verrenkungen zurück in die Vergangenheit. Keine schlechte Idee, von Nazi-Terror und Spionage im vorletzten Kriegsjahr in einem abgelegenen Dorf zu erzählen. Aber nicht nur angesichts der zahlreichen Spielfilme zum Nationalsozialismus wirkt dieser TV-Krimi eher unterkomplex und auch nicht übermäßig spannend.

