Foto: SWR / Jürgen Olczyk In Stuttgart stehen vier Mitarbeiter einer Rüstungsfirma vor Gericht, weil sie Sturmgewehre illegal nach Mexiko verkauft haben – in ein Land, in dem die Polizei die Waffen gegen protestierende Studenten einsetzt. Daniel Harrich und Co-Autor Gert Heidenreich schreiben die Geschichte um den fiktiven Waffenexporteur HSW viereinhalb Jahre nach der Ausstrahlung ihres Films „Meister des Todes“ fort. Auch Teil 2 (SWR u.a – diwafilm) bezieht sich auf reale Ereignisse und auf die Geschäfte der schwäbischen Waffenschmiede Heckler & Koch. In Kombination mit einer anschließenden Dokumentation sorgen Harrich/Heidenreich dafür, dass das Thema Rüstungsexporte erneut eine breite Öffentlichkeit erreicht – das ist engagiertes, kritisches Fernsehen, wie man es sich häufiger wünschen kann. „Meister des Todes 2“ ist einerseits aufrüttelndes Gerichts- und Wirtschafts-Drama, andererseits die Geschichte einer Befreiung: Mit Veronica Ferres als Witwe eines ehemaligen HSW-Managers, die ihre Alkoholsucht überwindet und die Seiten wechselt. Packend, entlarvend, manchmal etwas plakativ. Schade auch, dass der Film durchgehend synchronisiert wurde.







