Weil dem Komödiengenre „Plötzlich Papa” nicht mehr viele neue Seiten abzugewinnen sind, wird die Herausforderung in der deutsch-österreichischen Koproduktion „Der beste Papa der Welt“ (Degeto, ORF / Mona Film, Tivoli Film) kurzerhand potenziert: Anstatt wie geplant ein Jahr die Welt zu umsegeln, muss sich Star-Chirurg Clemens um die drei Kinder seiner plötzlich verstorbenen Schwester kümmern. Markus Gulls Drehbuch wirkt zwar wie eine Kombination vieler bekannter Versatzstücke, aber der Autor hat sie immerhin clever und sehr unterhaltsam zusammengesetzt. Sehenswert ist der von Sascha Bigler inszenierte Fernsehfilm vor allem wegen des Ensembles. Gerade die Kinder sind ausgezeichnet ausgesucht und geführt, und Oliver Mommsen, ohnehin von Natur aus ein sympathischer Typ, ist eine prima Besetzung für den Titelhelden, der erst einmal in seine neue Rolle hineinwachsen muss.

