Foto: ZDF / Frank Dicks Nach einer beruflich-privaten Totalkatastrophe will die 30jährige Programmiererin Jana neu durchstarten und mietet sich in einem hippen Startup-Room ein, in dem ein Haufen anderer Verrückter das nächste große Ding landen wollen. Die an sich ehrliche Haut will sich noch auf sich selbst zu verlassen. Die Macher der ZDFneo-Comedy „Start the fck up“ (Network Movie + btf) geben der Heldin acht Folgen à 30 Minuten Zeit, diese Einstellung zu ändern. Dazu bei trägt die neue geniale Idee, die Jana jedoch nicht selbst hatte: eine App, die die Sorgen und Nöte der Menschen versteht, eine künstliche Intelligenz, die einem als Psychotherapeut(in) in jeder Lebenslage zur Seite steht. In der ersten Staffel wird so gut wie alles, was Millennials und Generation Z auszeichnet und am Leben hält, mal mehr mal weniger ironisiert in die Handlung und die Charaktere eingearbeitet. Die Figuren dieses Generationenporträts sind stimmig, Comedy-like überzeichnet, und die Zuschauer*innen schließen sie dank der guten Besetzung schneller ins Herz, als sie es moralisch verdient hätten. Auch handwerklich ist die Comedy vorzüglich gemacht. So fix wie die Start-Upper im Kopf, so rasant die Dialog-Wechsel, Sprachspiele & Charakterkomik dominieren über Sitcom-Pointen. Die Inszenierung ist konzentriert, raum- und charakterorientiert, aber immer auch offen für witzige Einspieler, Rückblenden, verspielte Exkurse, Graphiken, alles, was das „Geschehen“ komisch belebt und schnell macht. So hat „What the fck up“ trotz szenischer Dominanz ein enormes Tempo.

