Foto: WDR / Martin Valentin Menke „Es war kein Unfall, ich hab’ sie geschubst.“ Sebastian Kos hochspannender Debütfilm „Wir Monster“ erzählt vom Fluch der bösen Tat und von der Eigendynamik, die der von einer 14-Jährigen gebeichtete Mord nach sich zieht. Die getrennt lebenden Eltern eint für einige Tage das Schicksal der Tochter. Eine juristische Lösung schließen sie früh aus, denn sie wollen dem Mädchen den Spießrutenlauf bei der Polizei und vor Gericht ersparen. Aber sie sind keine Profi-Betrüger, keine erfahrenen Kriminellen. Das macht den besonderen Reiz dieses bitterbösen Familiendramas aus. Diese unmoralischen Drei sind einem sympathisch, man fühlt & fiebert mit ihnen. Und so findet sich der Zuschauer ein Stück weit auch im Titel dieses klar strukturierten, zwischen Plot & Psychologie klug austarierten Films wieder.
