Foto: ZDF / Jürgen Olczyk Eine Schülerin ist ermordet worden. Das launige Kellertrio aus der etwas anderen ZDF-Krimi-Reihe „München Mord“ (TV60 Filmproduktion) ermittelt in „Die indische Methode“ rund um ein Mädchen-Elite-Internat – und weil die verzogenen Gören mauern, muss Schaller die titelgebende, sehr riskante Methode anwenden, eine Transvision, bei der er das Bewusstsein verliert. Auch die beiden anderen Kommissare sind physisch angeschlagen. Während der Krimi lange als unaufgeregt inszenierter Whodunit ohne außergewöhnliche Vorkommnisse daherkommt und erst im Schlussdrittel mit besagter Methode aufdreht, sind es einmal mehr die Zwischentöne in der Kommunikation, die über 90 Minuten erfreuen. Diesmal lugt überall das Frauen-Männer-Thema um die Ecke, da geht es um Kraft, um Macht, um Helferinstinkte oder um das gendertypische Spiel von Geld und Liebe – und immer wieder um den Brass auf das andere Geschlecht. „Scheiß-Männer“ findet auch der eifersüchtige Neuhauser, weil Mannsbilder sein Gspusi umschwirren. Marcus Mittermeier hat das Drehbuch zu dieser – neunzehnten – Episode der Reihe geschrieben, sein erstes überhaupt.
