Foto: ZDF / Sandra Hoever In der „Stralsund“-Episode 25, „Blutgeld“, wird wieder zu dritt ermittelt, was dem Film nicht nur dramaturgisch guttut. Eine städtische „Institution“, die am Rande der Legalität karitativ tätig ist, hat sich offensichtlich mit den falschen Geldgebern eingelassen. Das bringt vor allem auch eine eher unbeteiligte junge Frau in Gefahr, die von der gigantischen Steuerhinterziehung Wind bekommen hat. Der Film ist ein mehr als solider Krimi mit ein paar Spannungsspitzen und gleichzeitig ein intensives, vorzüglich gespieltes Drama, eine bewegende Familientragödie mit einem Hauch „Romeo und Julia“. Die Stärke des Drehbuchs von Martin Behnke („Dark“) und Marc Zwinz liegt neben der formalen Dichte vor allem in der Ambivalenz, die das Autorenduo den Charakteren zugesteht. Abgerundet wird „Blutgeld“ durch die ebenso narrativ umsichtige wie ästhetisch stimmige Inszenierung von Stepan Altrichter, die Sophie Pfennigstorfs reduziertes, klares Spiel ausgesprochen gut zum Tragen bringt.
