Foto: ORF / Petro Domenigg Mit „Bauernsterben“ (ORF, Graf Film) hat Sabine Derflinger ihren dritten „Tatort-Krimi“ mit dem Duo Harald Krassnitzer und Adele Neuhauser inszeniert. Der dreht mal wieder am großen Rad. Autor Lukas Sturm greift in seiner klassischen Whodunit-Geschichte die gesellschaftspolitische Frage auf: Wie ernähren wir uns in Zukunft und was ist uns das wert? Es geht um einen Mord an einem Schweinezüchter, den Überlebenskampf österreichischer Bauern, den Kampf der Jungen um die Zukunft auf einem lebbaren Planeten, Auswirkungen eines grenzenlosen Kapitalismus und mafiöse Strukturen in der EU. Viel drin, zuweilen zu viel. So kommt die Leichtigkeit, die die Ösi-„Tatorte“ für gewöhnlich auszeichnen, etwas zu kurz. Dafür ist dieses engagierte ländliche Whodunit-Krimi-Drama kraftvoll inszeniert.


