Foto: ZDF / Martin Neumeyer „Kokon“ (ZDF / Jost Hering Filme), zweite Regiearbeit von Leonie Krippendorf, bevor sie fürs ZDF die Serie „Loving Her“ gedreht hat, erzählt eine reizvolle Mischung aus Coming of age und Coming out: In dem famos gespielten Jugenddrama „Kokon“ entdeckt ein Mädchen die Liebe. Herausragend ist vor allem die Leistung von Lena Urzendowsky. Zum Zeitpunkt der Dreharbeiten war sie bereits 18; trotzdem gelingt es ihr, die 14-Jährige Hauptfigur Nora jederzeit glaubwürdig zu verkörpern. Nicht minder überzeugend sind Lena Klenke als Noras ältere Schwester und Jella Haase als Romy, jene junge Frau, an die Nora ihr Herz verliert. Unverzichtbarer Teil der Realitätsnähe des Films ist auch die unverblümte Sprache. Sensiblen Gemütern wird diese Ebene allerdings nicht gefallen: Gerade die männlichen Jugendlichen werfen sich ständig diskriminierende Beleidigungen an den Kopf.

