Foto: Degeto / Conny Klein Hilde, einst Großküchenchefin, anfangs noch zu DDR-Zeiten, scheint es geschafft zu haben. Endlich macht sie ihr eigenes Ding: „Hildes Kantine“. Nach „McLenBurger – 100% Heimat“ gibt es jetzt ein Wiedersehen mit der patenten Frau, die diesmal – auch dank ihrer Liebsten – privat einiges zu verkraften hat. „Mit Herz und Hilde“ (Degeto / Bantry Bay) ist kein Unterhaltungsfilm von der Stange. Das wird bereits deutlich durch die großartige Besetzung, allen voran Steffi Kühnert und Martin Brambach. Bemerkenswert sind auch die klugen, beiläufigen Subtexte. In diesem TV-Drama regelt keine altruistische Super-Heldin die Probleme der anderen wie so häufig im ARD-Freitagsfilm, hier geht es um aktive Selbsthilfe. Die Geschichte vereint – wenn man so will – die besten Errungenschaften beider deutscher Staaten: Solidarität und Einfallsreichtum, Selbstinitiative und den Wert der Gemeinschaft, den Sinn für Freundschaft und den Sinn fürs Geschäftliche. Eine schöne Utopie. Realistischer ist die Machart des Films.

