Foto: ZDF / Stefan Erhard Dass die zentrale Figur einer Arztserie nicht nur Idealist und Philanthrop, sondern auch eine medizinische Koryphäe ist, versteht sich von selbst. Trotzdem ist der melancholische Titelheld von „Doktor Ballouz“ (ZDF/X Filme) kein TV-Arzt wie jeder andere. Das hat einerseits viel mit dem Hauptdarsteller Merab Ninidze zu tun; andererseits ist den sechs Folgen anzumerken, dass die kreativen Köpfe hinter der Produktion eine Serie im Sinn hatten, die Trost spenden und Mut machen soll. Viele der nur scheinbar auf den ersten Blick durchschaubaren Figuren offenbaren eine zweite Seite. Auch die in sich abgeschlossenen Geschichten nehmen gern eine unerwartete Wende. Überaus sympathisch ist der Humor, den das Autorinnenteam rund um Conni Lubek immer wieder beiläufig einstreut. Den Regisseuren Andreas Menck und Philipp Osthus gebührt große Anerkennung für die ausgezeichnete Arbeit mit dem Ensemble.
