Foto: ZDF / Sandra Hoever Die ZDF-Reihe „Stralsund“ (Network Movie) hat einige Format-Mutationen hinter sich. Nicht erst nach der Zäsur im Cast, ab Episode 21, in der Sophie Pfennigstorf Katharina Wackernagel ersetzte, wirken die Filme eine Nummer kleiner. Das muss kein Nachteil sein, wie „Der letzte Sieg“ beweist. Der Film des „Stralsund“-erfahrenen Lars Hennig ist ein Krimi, der ein dunkles Kapitel der DDR-Vergangenheit, das staatlich organisierte Doping, noch einmal beleuchtet, und ist zugleich ein stimmiges Drama, das sensibel seine Schicksale zeichnet, schauspielerisch und inszenatorisch überzeugt und dem es gelingt, trotz Verjährungsfrist eine kriminalistisch spannende Geschichte zu erzählen. Die Reduktion auf zwei Ermittelnde besitzt (noch) dramaturgische Schwächen; allerdings wird das an sich gute Duo Pfennigstorf/Held ab der nächsten Episode wieder zum Trio erweitert.
