Foto: Degeto / Sandra Hoever Wie lässt sich der Thrill eines Serienmörder-Krimis verdoppeln? Indem sich gleich zwei Serienmörder in der Handlung tummeln. Wenn die Ermittlerin dann ebenfalls unter seelischen Problemen leidet, kommt ganz schön viel Psychologie zusammen. Tatsächlich sind solche Geschichten für Autoren eine besondere Herausforderung, wenn sie nicht dem üblichen Schema entsprechen sollen; und diese Vorgabe erfüllt „Die Toten am Meer“ (Degeto / Moovie) nur bedingt. Die Anmutung des Films ist fast interessanter als der Plot, weil Kameramann Wolf Siegelmann mehrfach für faszinierende Bilder sorgt, die Regisseur Johannes Grieser auf reizvolle Weise zusammengesetzt hat. Abgesehen von der Grundidee des „Copykillers“ zeichnet sich das Drehbuch der Produzentin Heike Voßler durch eine gewisse Detailverliebtheit aus, bei der Hermann Hesse eine ganz besondere Rolle spielt. Sein Thrillerpotenzial aber schöpft der gut besetzte Fernsehfilm längst nicht aus.
