Foto: ZDF / Gordon Muehle / Steffen Wagener [M] Das ZDF hat mit „Frankfurt Mord“ (Olga Film) offenbar im Sinn, neben „München Mord“ eine weitere launige Metropolen-Krimi-Reihe zu etablieren, ohne die Münchner zu kopieren. Das weißblaue Beziehungsmuster hat man denn auch gleich komisch variiert: Es ermitteln nicht zwei ewige Singles, bei denen es über das sich anziehend finden, nicht hinausgeht, sondern zwei, die nach einem One-Night-Stand gemeinsam auf Mördersuche gehen müssen. Sie ist eine erfahrene Frau und Polizistin, als deutsche Jüdin, ethisch-sozial geerdet, er ein stets gutgelaunter Frischling, emotional offen für mehr. Das launige Beziehungsprinzip verfängt im Verlauf der 90 Minuten immer besser. Marie-Lou Sellem und „Olivia“-Darsteller Johannes Hegemann sind ein Top-Duo. Weniger gelungen ist in „Ein neues Leben“ der dramaturgische Umgang mit dem interessanten Themenkomplex Kinderwunsch vs. Embryonenschutzgesetz.
