Foto: Degeto / Stefan Erhard Wenn eine Komödie nur 75 Minuten dauert, ist sie beinahe zwangsläufig auch kurzweilig. Das ist aber fast schon das Beste, was sich über „Berlin, Berlin – Der Film“ (Degeto, RBB, RB – Real Film, Letterbox, Constantin) sagen lässt: 15 Jahre nach dem Ende der vielfach ausgezeichneten ARD-Vorabendserie hatte irgendjemand die Idee, an den einstigen TV-Erfolg mit einem Kinofilm anzuknüpfen, ohne zu bedenken, dass „Berlin, Berlin“ dem heutigen jungen Kinopublikum gar nichts sagt; der Film ist dann wegen Corona ohnehin bei Netflix gelandet. Im Fernsehen ist er gut aufgehoben, denn den Mehrwert einer Kinoproduktion hat er nicht zu bieten. Die Handlung knüpft ans Ende der Serie an: Wie damals kann sich Lolle (Felicitas Woll) nicht zwischen zwei Männern entscheiden. Viele Serien-Figuren tauchen wieder auf, wirkliche Tiefe bekommt außer der Heldin aber keine. Der Humor ist meist klamaukig, die einst charmanten Animationseinschübe stammen nun aus dem Computer.
