Foto: NDR / Tobis Film GmbH Vom Überleben im Holocaust handelt das Dokudrama „Die Unsichtbaren – Wir wollen leben“ (Cine plus): Vier junge Berliner Juden, zwei Frauen und zwei Männer, tauchen während des Krieges unter. Jahrzehnte später berichten sie vor der Kamera von ihrem alltäglichen Kampf um Unterkunft und Nahrung, von Angst, Widerstand und auch von ihrer jugendlichen Unbeschwertheit. Die O-Töne aus den eindrucksvollen Interviews werden mit Spielszenen kombiniert, die über reines Reenactment hinausgehen und mit Max Mauff, Alice Dwyer, Ruby O. Fee und Aaron Altaras stark besetzt sind. Die Täter bleiben Nebenfiguren, die Aufmerksamkeit gilt den jungen Untergetauchten und ihren Helfern, ihrem Lebensgefühl und den damals einzigartigen Lebensumständen. „Die Unsichtbaren“ ist kein didaktisch zubereitetes Lehrstück und vermeidet auch Pathos und Nazi-Symbolik – ein packender zeitgeschichtlicher Film, der das Niveau der meisten TV-Dokudramen deutlich überragt.
