Foto: SWR / Georges Pauly Was muss das für ein Spaß gewesen sein – und was für eine Tortur allein wegen der Highheels! Aber das Üben hat sich gelohnt: Axel Milberg spielt in „Meine Freundin Volker“ (NDR / Cinecentrum/Realfilm) die Dragqueen Vivian Bernaise, die als Zeugin eines Mafia-Mordes „im Vorhof zur Spießerhölle“ bei einer braven Lehrerin (Kim Riedle) untertaucht. Prompt prallen zwei Welten aufeinander. Wie beim Modell der Heldenreise konfrontiert das abwechslungsreiche Drehbuch die Hauptfiguren mit verschiedenen Bewährungsproben, die sie mit Bravour bestehen. Milbergs Leistung ist mehr als eindrucksvoll, zumal er konsequent vermeidet, die Rolle zur Parodie werden zu lassen: Auch dank des bemerkenswerten Maskenbilds wird Vivian zu einer eigenständigen Persönlichkeit; ihre Auftritte sind ohnehin ein Fest. Bei aller Heiterkeit ist der Film auch ein Plädoyer für gesellschaftliche Vielfalt.
