Foto: Degeto / Jacqueline Krause-Burberg Wenn die Titelfiguren der Freitagsreihen im „Ersten” Unrecht wittern, betrachten sie Widerstand als ihre Pflicht. Deshalb mischt sich der von Leo Reisinger sehr tiefenentspannt verkörperte Geburtshelfer prompt ein, als einer jungen Frau mit Down-Syndrom die Erfüllung ihres Berufswunschs verwehrt wird: Wanda will Hebamme werden. Wie Luisa Wöllisch diese Rolle interpretiert, ist unbedingt preiswürdig. Auch die zweite Episode von „Toni, männlich, Hebamme“ (Degeto / Bavaria) behandelt mit der Vereinbarkeit von Familienleben und politischen Ambitionen ein hochaktuelles schwieriges Thema. Wie es Regisseurin Sibylle Tafel und Reihenschöpfer Sebastian Stojetz gelingt, den Filmen trotz allem einen vorwiegend heiteren Tonfall zu geben, obwohl die Drehbücher auch selten thematisierte Aspekte wie etwa eine Fehlgeburt berücksichtigen, ist erneut beeindruckend.






