Foto: SWR / Alexander Kluge Seit geraumer Zeit ist der „Tatort“ aus Stuttgart thematisch & erzählerisch immer wieder für positive Überraschungen gut. Mit „Der Mann, der lügt“ setzt der SWR diese Serie fort, auch wenn die Kommissare Lannert und Bootz ausgerechnet zum Zehnjährigen bloß Nebenfiguren sind: Martin Eigler und Sönke Lars Neuwöhner schildern die Ereignisse dieses Krimis ausschließlich aus der Perspektive der Titelfigur, die sich immer tiefer in ein Netz aus Lügen verstrickt und zunehmend verdächtig wird. Das allein ist schon ungewöhnlich, aber auch die Besetzung der Hauptrolle ist mutig: Der Wiener Manuel Rubey ist zwar ein vorzüglicher Schauspieler, gehört jedoch nicht zur Riege der Topstars hierzulande. Aber wie es ihm gelingt, die Fassade johnnydepphaftiger Jungenhaftigkeit zerbröseln zu lassen, ist mehr als sehenswert. Ein erneut hochklassiger Stuttgart-„Tatort“ des selbst produzierenden SWR!






