Foto: NDR / Conny Klein Die Idee, das Magdeburger „Polizeiruf“-Trio um einen Kriminalpsychologen zu erweitern, ist für die Entwicklung des MDR-Reihen-Ablegers das Beste, was den Verantwortlichen einfallen konnte. Auch wenn in der ersten Hälfte von „Starke Schultern“ (filmpool fiction) die unterhaltsame berufliche Beziehungskiste der Kommissare über das Krimi-Geplänkel gerade so hinwegsehen lässt, so gewinnt die Psychologie in der zweiten Hälfte nun auch im Krimi-Plot die Oberhand und sorgt für äußerst bizarre Situationen. Michelsen & Matschke sind große Klasse, und Loibl, Lardi, Vörtler & Rudolph stehen den beiden in nichts nach. Dennoch: Was wäre nicht alles möglich gewesen, wenn man nicht den (halbherzigen) Whodunit hätte bedienen müssen. Ein überzeugendes Krimi-Drama ist der Film von Maris Pfeiffer & Josef Rusnak auch so. Mit seinem „Vertigo“-Motiv und der Top-Besetzung hätte er aber das Zeug zu einem Ausnahme-Krimi gehabt. Allerdings nur mit einer radikaleren Form.









