Foto: ZDF / Jürgen Olczyk „Schwarze Rosen“, der fünfzehnte Film aus der etwas anderen ZDF-Krimi-Reihe „München Mord“ (TV60 Filmproduktion) und bereits der siebte, für den das Autorenduo Ina Jung und Friedrich Ani das Drehbuch geschrieben hat, beginnt anders als gewohnt. Ein Gastronomie-Mord führt das „Kellertrio“ in den Stadtteil Giesing. Es gibt nicht den üblichen Prolog, dafür geht es gleich rein in den Fall. Ein Motto gibt es trotzdem: Kann denn das schon alles gewesen sein? Nicht nur die Kommissarin steckt in einer tiefen Sinnkrise, auch die Gast-Charaktere haben Zickzack-Biographien, hoffen auf eine Wende im Leben. Der Film von Jan Fehse wirkt einen Tick runder als einige der letzten Episoden der beliebten Reihe. Lokal-Kolorit findet sich gleich im doppelten Wortsinn. Das Ambiente ist telegen: viel Nacht, viel Rot, viel Glamour, cooler Kitsch. Und wenn die Kamera Jenny Schily einfängt, schwarz gewandet mit Schlapphut, möchte man Standbild rufen. Die Ironie mischt sich leise in die Interaktionen, bekommt eine menschlichere, wahrhaftigere Note. Und auch Melancholie schwingt mit.













