Foto: BR / Thomas Neumeier Eine Fahrzeugkontrolle endet tödlich. Die junge Polizistin, bleibt nicht das einzige Opfer. Wenig später findet die Polizei den Fluchtwagen, ausgebrannt, im Kofferraum eine verkohlte Leiche. Leitmayr und Batic bekommen es in „Game Over“ (ARD / Bavaria Fiction) mit einem brutalen und unberechenbaren Täter zu tun, der erschreckenderweise ein Kollege ist. Der 93. „Tatort“ des Münchner Duos beginnt als Whodunit-Krimi, der die Ermittlungsarbeit minutiös darstellt. Dass es dennoch spannend bleibt, liegt an dem abwechslungs- und temporeichen Handlungsfluss sowie der psychologisch, soziologisch und filmisch reizvollen seltsamen, fremden Welt, in die die Geschichte den Zuschauer entführt: das Milieu der Gamer. „Game Over“ biedert sich nicht beim jugendlichen Publikum an, erst recht nicht bei der Community. Im Gegenteil. Die Macher behandeln das Phänomen mit seinem Sucht-Potenzial aus der öffentlich-rechtlichen Zielgruppen-Perspektive. Die Autoren benutzen es, und sie benutzen es filmisch und dramaturgisch gut, dringen aber nicht tiefer in das Phänomen ein.









