Foto: RBB / ARD / Volker Roloff Noch ein Spionagethriller aus dem geteilten Deutschland im Kalten Krieg, hier mal aus der Perspektive aufgescheuchter Agenten einer todgeweihten DDR: In „Wendezeit“ (ARD / Moovie) spielt Petra Schmidt-Schaller eine Stasi-Agentin bei der CIA in Berlin, die kurz vor dem Mauerfall aufzufliegen droht. Die reale Jagd um die Rosenholz-Dateien – Mikrofilme, die alle Klarnamen der DDR-Spione im Westen enthielten – wird als zweistündiges Genrestück erzählt, das ein privates Familiendrama in die (nicht übermäßig überzeugende) Agenten-Action mischt. Interessant sind die Konflikte der Hauptfigur, einer Spionin, die der untergehenden DDR dient und im Westen eine Familie gegründet hat. Ihr berufliches und privates Doppelleben sorgt für Spannung und gedämpft inszenierte Emotion. „Wendezeit“ ist nicht so knallbunt & temporeich wie „Deutschland 83“ und nicht so differenziert & vielfältig wie „Weißensee“. Aber für einen unterhaltsamen Fernsehabend mit einem sehenswerten Ensemble (Schmidt-Schaller, Thomsen, Hunger-Bühler, Beyer, Rausch) reicht‘s allemal.



