Foto: MDR / MadeFor / Junghans Ein Leben in einem Kellerraum, abgeschottet vor „der bösen Welt“. Entspricht diese wilde Geschichte der Wahrheit: Ist das 16-jährige Mädchen, das mit einem blutverschmierten Skalpell aufgegriffen wird, ihrem Vater entkommen? Ist es also ein Opfer jahrelanger Misshandlung? Oder ist das aggressiv reagierende Mädchen Opfer einer psychischen Störung oder gar „eine Hauptverdächtige in einem Tötungsdelikt“? Die Handlung von „Nachtschatten“ (MDR / MadeFor Film) zeigt die Kommissare und mehr noch die Episodenhauptfigur in einer absoluten Ausnahmesituation. Der brillant inszenierte Film von Saralisa Volm nach dem ebenso dramaturgisch klugen wie psychoanalytisch fein unterfütterten Drehbuch von Viola Schmidt erzählt eine nicht primär sadistische, dafür krankhaft-wahnhafte Familiengefängnis-Variante. Sehr beeindruckend: das vielschichtig-doppelbödige Spiel von Emilie Neumeister.













