Foto: ZDF / Christiane Pausch Wütet am Kiez rund um die Potsdamer Straße ein Serienkiller oder ein Bandenkrieg? In der neuen ZDF-Samstagskrimi-Reihe „Herr und Frau Bulle“ bekommen es eine Unterwelt-erfahrene Kommissarin und ihr Profiler-Gatte mit dem Berliner Problembezirk zu tun. Ist ist die Ehepaar-Idee mit Hund als Kindersatz prinzipiell gut und ausbaufähig, so wirkt doch die Ausführung in der Auftakt-Episode abgeschmackt und teilweise geradezu lächerlich. Hier wird alles vermeintlich Erfolgversprechende in 90 Minuten zusammengequirlt. Der Plot wirkt ausgedacht, die Ausführung ist bemüht und ohne Raffinesse gestaltet. Narrative Dichte, zweite Ebenen, intelligent pointierte Dialoge – alles Fehlanzeige! Alice Dwyer und Johann von Bülow hätten wahrlich einen besseren Start verdient. Wer „4 Blocks“, „Nachtschicht“ oder den „Tatort“ Berlin kennt, kann „Tod im Kiez“ (Eikon Media) nur müde belächeln.




