Foto: WDR / Thomas Kost Der Tod als große Oper. Die Rüstmeisterin liegt aufgebahrt mitten im neuen alten Opernhaus, schön drapiert im Kleid der Königin der Nacht. Wenig später hängt der Schuhmacher am Schnürboden. Nicht nur in Haydns Oratorium „Die Schöpfung“ herrscht am Anfang das pure Chaos, auch dieser WDR-„Tatort“ (Bavaria Fiction) beginnt für die Kommissare unübersichtlich. Die Ergebnisse der Kriminaltechnik sind seltsam, die Belegschaft ist riesig, doch so richtig verdächtig erst mal keiner. Und so bleibt Zeit für (selbstreferenzielle) Ironie, für Rockoper-Einlagen und Rückblenden. Eine Tragödie? Ein Racheplan? Applaus für diesen nicht unbedingt spannenden, aber doch erzählerisch und visuell reizvollen 94. „Tatort“ aus Köln. Kopfschütteln dagegen über die Programmierung zwei Wochen nach dem Münchner Residenztheater-„Tatort“.



















