Foto: MDR / Stefan Erhard Ein Verdächtiger schweigt, flucht, rastet aus – und gesteht in seiner Raserei nicht nur einen aktuellen Mord, sondern auch einen zweiten, dessen Fall erfolgreich abgeschlossen wurde. Wenig später widerruft er. Daraus ergibt sich für Kommissarin Brasch ein sehr persönlicher Fall, der für sie – zwischen Schuldgefühlen und Lebensgefahr – zu einer besonderen Tortur wird. Und für Claudia Michelsen, Produktionsfirma filmpool fiction und den MDR ist dieser „Polizeiruf 110“ mit dem Titel „Der Verurteilte“ der bisher beste Film des vor allem wegen seiner Hauptdarstellerin stets überzeugenden Reihenablegers aus Magdeburg. Jan Braren hat eine dramaturgisch klug abgespeckte Geschichte entworfen, die Brigitte Maria Bertele mit den ästhetischen Möglichkeiten des filmischen Erzählens atmosphärisch auflädt. Die klugen Vorgaben des Drehbuchs haben aber auch die Schauspieler gekonnt aufgenommen. Neben Michelsen brillieren in dieser hoch spannenden Schuld-und-Sühne-Geschichte, die aus einer konzentrierten, unaufgeregten Erzählung eine immer größere Sogkraft entwickelt, auch die beiden Episodenhauptdarsteller Sascha Gersak und Laura Tonke als Paar des Grauens.



















