Foto: ZDF / Thomas Kost Der 63. „Wilsberg“-Film ist ein ausgezeichnetes Beispiel für einen Krimi, der von zwei völlig unterschiedlichen Verbrechen erzählt: Der Detektiv nimmt eine Klinik für künstliche Befruchtung unter die Lupe, sein Kumpel Ekki kommt einem Skandal bei einem Altkleider-Unternehmen auf die Spur. Die große Kunst besteht darin, diese beiden Handlungsstränge so glaubwürdig miteinander zu verknüpfen, dass man nicht auf die Idee kommt, die Plausibilität des Zufalls zu hinterfragen; das ist den Autoren vorzüglich gelungen. Regisseur Martin Enlen hat zuletzt mit „Gottes Werk und Satans Kohle“ eine der anspielungsreichsten Episoden im Rahmen der Reihe gedreht. „Minus 196 Grad“ (ZDF / Warner) ist deutlich weniger komisch angelegt, aber trotz einiger spannender Szenen immer noch eher eine Komödie als ein Thriller. Heimlicher Held ist wieder mal Overbeck, der vorübergehend Vater wird.
















