Foto: SWR / Julia von Vietinghoff „Sag mir nichts“ erzählt von zwei Spielarten der Liebe: von einer Partnerschaft, die auf (materieller) Sicherheit beruht und über die Jahre ein Stück weit mehr oder weniger schöne Gewohnheit geworden ist, und von einer eher sexuell motivierten Urkraft zwischen den Geschlechtern, die im Idealfall Berge versetzen, aber auch viel kaputt machen kann. Die Macher verzichten auf jede psychologische Ausdeutung, liefern aber viel biografisches & familiäres „Material“ für den Zuschauer. Der bewegt sich auf Augenhöhe mit den Charakteren – und sieht häufig klarer als die in ihrer Leidenschaft und den Fluchtwünschen Verstrickten. Also nicht nur ein Film über die unbändige Begierde, sondern auch ein Film über den Einfluss von Geld und Gesellschaft auf den Sexus. Großes Melodram in Fassbinder-Tradition.


















