Foto: ZDF / Arnim Thomaß Das Visuelle spielt im „Spreewaldkrimi“ (ZDF / Aspekt Telefilm) seit jeher eine Hauptrolle. In „Totentanz“ sind es nun aber nicht nur die Zuschauer, denen mitunter die sichtbaren Manifestationen Aufschlüsse über die tödlichen Vorfälle geben, sondern auch Krüger & Co müssen neue Ermittlungswege gehen. Das Internet klopft an: Ein Blogger liegt tot auf einem Acker. „Mich reizte eine alte Kulturlandschaft und Tradition in einer neuen medialen Durchdringung“, sagt Autor Thomas Kirchner, der Vater der Reihe, über sein dreizehntes und letztes Spreewald-Krimidrama, für das Regisseur Kai Wessel interessante Bild-Ideen gefunden hat. Ist der Film auch nicht als Abrechnung mit der schönen neuen Medienwelt zu verstehen – so passt doch die Art & Weise, wie die jungen Leute hier kommunizieren, zur hoffnungslosen Grundstimmung des Films. Die Älteren sind dem Tod geweiht oder verlassen das sinkende Schiff, die Jüngeren mit ihrer sozialen Inkompetenz sind keine Hoffnungsträger. Das dystopische Schlussbild im Nebel erinnert nicht zufällig an Tarkovskijs Filmsprache.







