Foto: SWR / Alexander Kluge Sexuelle Ausbeutung, Macho-Männer und Karriere-Frauen, Quote und Politik: Der „Tatort – Roomservice“ ist ein Themenfilm auf den Spuren der Affäre Strauss-Kahn. In einem Luxushotel stürzt ein Dienstmädchen zu Tode, in Verdacht gerät ein EU-Kommissar. Der Fall ist dank einer minutiösen Rekonstruktion einigermaßen spannend, leidet aber unter einem geschwätzigen Drehbuch. Auch die Inszenierung kann nur teilweise überzeugen. Das Hotelleben wirkt steril und leblos, die politische Kulisse provinziell. Suzanne von Borsody, wie in „Männertreu“ die Frau an der Seite des mächtigen, sexuell hyperaktiven Mannes, ist der Lichtblick des Films. Reizvoll auch das Duell zwischen Odenthal und der LKA-Kollegin. Der Umbruch im SWR-Team wird vorangetrieben, nun müssen bessere Geschichten her.




