Foto: NDR / Sandra Hoever Die aktuelle Trilogie von „Nord bei Nordwest“ (NDR, Degeto / Aspekt-Telefilm) reiht sich nahtlos an die bislang beste Staffel 2020. Noch immer wird Lona Vogt betrauert. Alles beginnt im lieb gewonnenen, norddeutsch entspannten Erzählrhythmus dieser etwas anderen Donnerstagskrimi-Reihe. Dann erweist sich ein LKA-Mann als eiskalter Killer, die Ministerpräsidentin gerät in Lebensgefahr und außerdem steht der Held unter Mordverdacht. „Der Anschlag“ ist ein Top-Einstieg in die neue Staffel. Der Film ist ein Musterbeispiel für strukturelles, reduziertes, konzentriertes und filmisch ausgefeiltes und spannendes Erzählen. Auch „Conny & Maik“, eine Asphaltwestern-Krimi-Ballade mit ernsthaften Drama-Momenten, kann sich sehen lassen und besitzt den unwiderstehlichen „NBN“-Flow. In dem Film zeigt sich die neue Polizistin im Ort (markant: Jana Klinge) von einer ominösen Seite, darf aber gleich zwei Mal Hauke Jacobs das Leben retten. Ein bisschen ab fällt dagegen – vor allem dramaturgisch – die dritte Episode „Im Namen des Vaters“. Doch spätestens im Schlussdrittel kollidieren zwei Grundplots killercool-packend miteinander und zuvor kommt auch noch die kalabrische Mafia actionreich und bleihaltig ins Spiel, sodass die verwöhnten Fans der Reihe am Ende wieder versöhnt auf baldigen Nachschub hoffen werden.
















