Foto: NDR / Sandra Hoever In der neuen Staffel von „Nord bei Nordwest“ (Degeto / Aspekt Telefilm, triple pictures) geht zu Beginn jeder der drei Episoden alles einen besonders entspannten Gang. Jule ist nun Tierärztin, Hauke Jacobs muss nicht mehr um sein Leben bangen und Hannah Wagner scheint in Schwanitz endgültig angekommen zu sein. Doch diese Ruhe ist mal wieder trügerisch… Die Krimiplots sind diesmal etwas softer, tendieren eher zum Komisch-Skurrilen, weniger zur gewalthaltigen Lakonie oder zum Schwarzhumorigen. Eine Killerin, die aussieht wie Mutti von nebenan gibt es dennoch; die auffälligste Figur aber ist „Andy von nebenan“, ein geistig zurückgebliebener, erdrückend herzlicher Koloss. Das gekonnte, fließende Wechselspiel zwischen Krimi & Komödie, Charakterstärke & Plot-Spannung gehört nach wie vor zum dramaturgischen Markenzeichen der Reihe. Das verspielt-verdruckste Umeinander-Kreisen der beiden Veterinäre bereitet in allen Episoden große Freude. Die besondere Stärke der Filme von Nina Wolfrum, Markus Imboden und Christiane Balthasar nach den Büchern von Niels Holle und Holger Karsten Schmidt ist die Genre-Variation & Tonlagenvielfalt. Jeder Film ist ein Unikat, erzählt seinen Krimi anders, das macht Laune und Lust auf den nächsten.













