Foto: ZDF / Martin Valentin Menke Vor Jahrzehnten erschossen zwei Polizisten vor seinen Augen die Eltern und den besten Freund: Nun ist Fahrlehrer Rupert Seidlein (Matthias Brandt) mit seiner Frau Anja (Silke Bodenbender) in seinen Heimatort im Rheinland zurückgekehrt, um diese tragische Erinnerung auszulöschen. In dem Krimidrama „Wir wären andere Menschen“ (Akzente Film & Fernsehproduktion / ZDF) nach Friedrich Anis Erzählung „Rupert“ läuft insbesondere Schauspieler Matthias Brandt als verstörter Mann mit Rachegedanken zur Höchstform auf. Jan Bonnys ungeschönter Regie-Stil verstärkt die bedrückende Wirkung der Handlung in dem trostlosen Provinzkaff. Zu viel offenbar fürs ZDF, das den Film bedauerlicher Weise nicht in der Primetime, sondern am späten Abend – dazu im Sommerloch – versendet.

