Flemming – Staffel 3
    • Serie „Flemming – Staffel 3“

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      noch mal zur Primetime auf 1Festival: "Mobbing" (18.5., 20.15 Uhr)

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      WEISSENSEE - Staffel 2

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      Auf einen Blick: die Top-Fernsehfilm-Premieren im Mai 2013

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      "Mein Vater, seine Freunde & das ganz schnelle Geld" (Mediathek)

      collina Filmproduktion präsentiert einen Film von Max Färberböck & Ulrich Limmer

      9. Folge, ZDF, 09.11.2012, 21:15 Uhr

      Finzi, Michelsen, Edelmann, angewandte Psychologie & neue Beziehungsarithmetik

      Rainer Tittelbach
      Die dritte Staffel von "Flemming" verspricht, die bislang beste zu werden. Die Fälle sind psychologisch ausgefeilter, die Beziehungen vielschichtiger. Dem offenbar geläuterten Womanizer scheint seine wieder geliebte Ann zu entgleiten. Ein Anderer hat ein Auge auf sie geworfen. Emotionaler Ausnahmezustand an allen Fronten. Konzentrierte, dichte 45-Minüter, Top-Episodenhauptdarsteller und endlich wieder ein stimmiges Inszenierungskonzept!

      Michelsen & Finzi
      Foto: ZDF / Hardy Spitz

      Noch stimmt es zwischen Ann (Claudia Michelsen) und Vince (Samuel Finzi).

      Entwickelt sich der Kriminalpsychologe und Psychotherapeut Dr. Vincent Flemming, Spezialgebiet Körpersprache und Paarverhalten, zum Klammeraffen? Er ist es, der als letzter loslässt, wenn er und seine (wieder) geliebte Ann händchenhaltend zum Tatort kommen. Und er ist es, der am liebsten mit seiner Ex-Frau wieder zusammenziehen würde. Dass die beiden ausgerechnet nach ihrer Scheidung noch ein Kind zusammen bekommen haben, hat den Mann, der die Frauen liebt, offenbar verändert. „Privat war es immer Vince, der emotionale Wirbel in die Beziehung brachte“, betont „Flemming“-Erfinder Gregor Edelmann. „Jetzt ist es Ann Gittel, die insbesondere die erotischen Beziehungen der beiden zum Tanzen bringt.“ Sprich: die schöne Kommissarin wird vom neuen Polizeifotografen ernsthaft umflirtet. Sie geht auf Distanz. Flemming weiß, dass er mit „Besitzansprüchen“ seiner Ex nicht kommen kann. Und Ann kämpft gegen die neue Liebe an – vergebens. Nach zwei Jahren Babypause kehrt die Kommissarin an ihren Arbeitsplatz zurück. Emotionaler Ausnahmezustand an allen Beziehungsfronten.

      Schubert & Michelsen
      Foto: ZDF / Hardy Spitz

      Der neue Polizeifotograf (Götz Schubert) hat ein nachhaltiges Interesse an Ann Gittel.

      „Flemming“ geht in die dritte Runde. Die Beziehungsarithmetik hat sich verändert – und plötzlich steht die Körpersprache des ewigen Analytikers im Fokus. Der selbstgefällige Besserwisser hat schon in Staffel 2 Federn lassen müssen. In den neuen acht Folgen muss er teilweise mächtig leiden. Doch er ist Profi (und eitel) genug, um seine Fälle mit gewohntem Scharfsinn und großer Menschenkenntnis zu lösen. Flemming setzt Hypnose ein, behandelt traumatisierte Opfer und überlistet eine redeunwillige Zeugin mit einem tatortbezogenen Assoziationstest. Den Psychologen verschlägt es ins Außenministerium, in ein Callcenter, in dem die Belegschaft zwei Tage einen toten Kollegen ignoriert, und er soll bei einem Clan-Krieg zweier krimineller, arabischer Familien für Deeskalierung sorgen. Autor Edelmann spricht von der „Königsebene“, auf der der Psychologe nun eingesetzt wird. Die Spielchen (in Staffel 1) zwischen dem klugscheißenden Seelenklempner und den ignoranten Bullenärschen, ein rhetorisches Mittel, um den Vorbehalten der Zuschauer gegenüber angewandter Psychologie ein Ventil zu geben, haben ein Ende. Flemmings Methode wird akzeptiert. Rund 4,5 Millionen Zuschauer in der zweiten Staffel sind der Beweis. Produzent Markus Brunnemanns Einschätzung, „die Fälle sind in psychologischer Hinsicht noch ausgefeilter, die Beziehung von Ann & Vince ist gereifter, vielschichtiger“, lässt sich nur bestätigen.

      Hannelore Elsners Ex-Kommissarin in der Auftakt-Episode über Flemming:
      „Ein Kriminalist, der kein Psychologe ist, ist kein Kriminalist. Und das heißt: Sie sind der unnützeste Typ bei der Polizei, von dem ich je gehört habe.“

      „Flemming“ vergeudet keine Zeit, um ergebnislose Spuren zu verfolgen, die Serie nimmt stattdessen Charaktere ins Visier, Täter, die aus einer psychologischen Dysfunktion heraus ihre Taten begehen. Daraus ergeben sich zumeist 45 konzentrierte, dichte Filmminuten. „Die alte Kommissarin“ zum Auftakt ist gleich so ein Klasse-Serienkleinod. Für solche seriellen Extra-Touren stehen natürlich auch die entsprechenden Schauspieler zur Verfügung. Hier sind es Hannelore Elsner und Martin Brambach. Weitere Episodenhauptrollen übernahmen Karoline Eichhorn, Lavinia Wilson, Jürgen Tarrach, Justus von Dohnányi, Katharina Wackernagel oder Christoph Maria Herbst. Damit sie – im Gegensatz zur zweiten Staffel – ins richtige Licht gesetzt werden, entschloss sich die Phoenix Film, der Qualität der Inszenierung wieder größeren Wert beizumessen und engagierte mit Matthias Tiefenbacher, Florian Kern und Uwe Janson drei sehr versierte Fernsehfilm-Regisseure. Fazit: „Flemming“ schöpft die seriellen, visuellen und kommunikativen Möglichkeiten immer besser aus. (Text-Stand: 5.9.2012)

      Elsner, Finzi, Michelsen
      Foto: ZDF / Hardy Spitz

      Nicht nur die Beziehungen, auch die Fälle werden psychologisch ausgefeilter, dichter. Ein starker Einstieg ist die Episode "Die alte Kommissarin" mit Hannelore Elsner.

      Rainer Tittelbach arbeitet seit über 25 Jahren als TV-Kritiker & Medienjournalist. Er ist Grimme-Juror & FSF-Prüfer. Seit 2009 betreibt er tittelbach.tv. Mehr


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      „Flemming – Staffel 3“
      ZDF / Serie / Krimi-Drama
      EA: ab 14.9.2012, 21.15 Uhr (ZDF)
      Mit Samuel Finzi, Claudia Michelsen, Maren Kroymann, Götz Schubert, Anna Thalbach, Oliver Bröcker und Nadja Petri
      Drehbuch: Gregor Edelmann (Head-Autor)
      Regie: Matthias Tiefenbacher, Florian Kern, Uwe Janson
      Kamera: Klaus Merkel, Bernd Fischer, Felix Poplawsky
      Produktionsfirma: Phoenix Film
      Quote: 1. Folge: 4,95 Mio. Zuschauer (17% MA); letzte Folge: 4,07 Mio. (12,9% MA)


      Bewertung: 4,5 von 6



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