Auf Herz und Nieren
    • Serie „Auf Herz und Nieren“

      "Mein Vater, seine Freunde & das ganz schnelle Geld" (Mediathek) Auf einen Blick: die Top-Fernsehfilm-Premieren im Mai 2013 WEISSENSEE - Staffel 2 noch mal zur Primetime auf 1Festival: "Mobbing" (18.5., 20.15 Uhr) Foto anklicken, bei amazon kaufen & tittelbach.tv unterstützen
      Foto: ZDF / Hartmann

      "Mein Vater, seine Freunde & das ganz schnelle Geld" (Mediathek)

      collina Filmproduktion präsentiert einen Film von Max Färberböck & Ulrich Limmer

      Foto: SWR / ORF / Domenigg

      Auf einen Blick: die Top-Fernsehfilm-Premieren im Mai 2013

      Foto: Zieglerfilm

      WEISSENSEE - Staffel 2

      Zieglerfilm präsentiert die Ausnahme-Serie vorab auf DVD

      Foto: BR / Fischkoesen

      noch mal zur Primetime auf 1Festival: "Mobbing" (18.5., 20.15 Uhr)

      Foto anklicken, bei amazon kaufen & tittelbach.tv unterstützen

      Sat 1 Gold, 20.05.2013, 07:30 Uhr - Wiederholung

      Stefanie Stappenbeck, Max von Pufendorf – zwei, denen man diesen Quatsch abnimmt

      Rainer Tittelbach
      Eine sozial engagierte Ärztin ohne Facharztprüfung und ein Schönheitschirurg in spe müssen sich mit schrägen Kiez-Patienten herumschlagen – und mit der konträren Lebenseinstellung des Kollegen. „Auf Herz und Nieren“ wirkt ein bisschen wie „Edel & Starck“, ins Arztmilieu verpflanzt. Auch hier mit Stappenbeck & von Pufendorf ein Top-Duo, dem man gerne durch das etwas ausgedachte Serien-Szenario folgt. Die Figuren sind vereinfacht, typisiert – und ihr Handeln ist dennoch nachvollziehbar. Bereits die Startepisode gibt ein Versprechen.

      die Hauptdarsteller
      Foto: Sat 1 / Conny Klein

      Verschiedene Vorstellungen vom Leben! Meder, Stappenbeck, von Pufendorf, Dörfer

      „Die Hälfte der Leute können wir gleich nach Hause schicken. Das sind Kassenpatienten. Die haben nichts, die bringen nichts – und tschüss!“ So macht sich David Heller bei seinem „Aushilfsjob“ als praktischer Arzt keine Freunde. Auch Nina Hansen ist wenig erbaut über ihren neuen Kollegen. Ihr Onkel hatte die Praxis geführt, die sie in zwei Jahren nach der Facharztprüfung übernehmen soll. Doch der hat plötzlich große gesundheitliche Probleme. Da taucht dieser jungdynamische Dr. Heller auf – und rettet dem Alten das Leben. Auch bei anderen Patienten hat er ein glückliches, geradezu magisches Händchen. Er behält einen kühlen Kopf und weiß immer, was zu tun ist. Dabei wollte Heller doch gar nicht den Heiler spielen und schon gar nicht Kassenpatienten im Kiez betreuen, sondern nach kostspieliger Ausbildung endlich angemessen Geld verdienen – als Schönheitschirurg. Doch als sein neuer Arbeitgeber verhaftet wird, nimmt er den Job notgedrungen an – vorübergehend. Für Nina, die ihren Freund durch einen Unfall verloren hat, eine Prüfung mehr: zwar erkennt auch sie, dass dieser Schnösel ein guter Arzt ist, aber mit seiner oberflächlichen Lebenseinstellung kommt sie, die in Entwicklungsländern Dienst geleistet hat, einfach nicht klar. 

      Max von Pufendorf über das Ärztebild:
      „Der Arztberuf ist durch die Arztserien der 80er Jahre heroisiert worden. Später aber sind die 'Götter in Weiß' in Verruf geraten, so dass Ärzte heute für manch einen beinahe schon ein Feindbild darstellen. Ich habe aber großen Respekt vor vielen jungen Ärzten, die sich in Kliniken im Schichtdienst bei viel zu schlechter Bezahlung und jeder Menge Überstunden für ihre Patienten aufopfern. Und ich bin sehr dafür, dass wir dem Arztberuf wieder mehr Respekt entgegenbringen.“

      Stappenbeck & von Pufendorf
      Foto: Sat 1 / Conny Klein

      Der Schönheitschirurg & die "Sozialmedizinerin". Stappenbeck & von Pufendorf

      Soundtrack: u.a. Clash („Should I stay or should I go“), AC/DC, Beautiful South („Perfect 10“), Green Day („Boulevard of Broken Dreams“), Scissor Sisters („I don’t feel like dancing“), Mika („Grace Kelly“), Marilyn Monroe („Kiss me, Tiger“), Oasis („Wonderwall“), Robbie Williams („Let me entertain you“)

      Stefanie Stappenbeck über den Schönheitswahn:
      „Ich spüre diesen Druck als Schauspielerin auch. Ich bin von Natur aus recht klein und leicht, habe aber ein rundes Gesicht mit runden Augen. Durch die Kamera sieht man ohnehin etwas molliger aus, und bei mir wirkt es dann gleich so, als würde ich acht Kilo mehr wiegen.“

      Serien müssen sich warm laufen. Das serielle Prinzip ist vom Kritiker, der oft nur ein, zwei Folgen zur Verfügung hat, nur zu erahnen. Die Sat-1-Serie „Auf Herz und Nieren“ gibt gleich mit der Startepisode ein Versprechen. Die Reaktion nach den ersten 40 Minuten: Man würde gern die zweite Folge nachschieben. Woran liegt’s? Wahrscheinlich ist es der Charme der Protagonisten und dieses nicht ganz so papierne Gegensatzpaar, bei dem man rascher vergisst als bei dem ungleichen Duo der anderen 2012er Sat-1-Serie der leichten Gangart, „ Es kommt noch dicker“, dass so eine Serie eine Kopfgeburt ist, der das Brainstorming vieler Verantwortlicher vorausgeht. Was bleibt, sind vor allem zwei Schauspieler, denen man diese Plot-Setzung, diesen – seien wir ehrlich – Serien-Quatsch abnimmt, ja geradezu abnehmen möchte. Das ausgedachte Szenario wird mit Spurenelementen von Realität (Haltung, Talent, Aussehen, Schlagfertigkeit, Gefühl) angereichert. Die Figuren sind vereinfacht, typisiert – aber sie sind trotz ihrer (ästhetischen) Reduziertheit nachvollziehbar. Daraus ergibt sich eine stimmige Einheit aus Fiktion, Rolle und Schauspieler-Image. Hat es einmal klick gemacht, nehmen wir diesen Figuren alles ab. Am Rande wird es in dieser Serie noch um anderes gehen: um die Zweiklassenmedizin und die Angst vor ihr. Zumindest unterschwellig. Und es wird natürlich und vor allem um das Spiel der Geschlechter gehen, das immer auch ein Spiel von Werten und Haltungen ist. „Edel & Starck“ machte dieses Prinzip für das Anwaltsmilieu produktiv. „Der letzte Bulle“ übertrug es auf den Krimi. „Auf Herz und Nieren“ belebt damit nun das Arztgenre, ohne dabei schräg und absurd im Comedyfach zu wildern wie „Doctor’s Diary“. Bleibt abzuwarten, ob „Auf Herz und Nieren“ diese Versprechen einlösen wird.  

      Bartholomäi & von Pufendorf
      Foto: Sat 1 / Conny Klein

      Schnöselig, aber als Arzt ein Naturtalent: David Heller (von Pufendorf). Bartholomäi

      Rainer Tittelbach arbeitet seit über 25 Jahren als TV-Kritiker & Medienjournalist. Er ist Grimme-Juror & FSF-Prüfer. Seit 2009 betreibt er tittelbach.tv. Mehr


      Sie können den fernsehfilm-beobachter unterstützen: Werden Sie Fan & Freund oder spenden Sie oder kaufen Sie bei amazon, indem Sie von hier, vom amazon-Button oder von jedem beliebigen DVD-Cover dorthin gelangen.


      „Auf Herz und Nieren“
      Sat 1 / Serie / Arztserie
      EA: ab 17.9.2012, 21.15 Uhr (Sat 1)
      Mit Stefanie Stappenbeck, Max von Pufendorf, Kristina Dörfer, Gebhard Garbers, Marian Meder, Carolin Spieß und Narges Rashidi
      Drehbuch: Daniel Douglas Wissmann, Volkmar Nebe, Astrid Ströher
      Regie: Zoltan Spirandelli, Kai Meyer-Ricks
      Kamera: Roman Nowocien, Frank Küpper
      Titelsong: „Should I stay or should I go“ von The Clash
      Produktionsfirma: Sony Pictures
      Quote: 1. Folge: 1,47 Mio. Zuschauer (5% MA)


      Bewertung: 4,0 von 6



      Folgende Artikel könnten Sie interessieren

      • Pizza und Marmelade (Fernsehfilm)
      • Hotte im Paradies (Fernsehfilm)
      • Tod am Engelstein (Fernsehfilm)
      • Stefanie Stappenbeck: "Pizza und Marmelade" (Interview)
      • Polizeiruf 110 – Klick gemacht (Reihe)


      Drucken Senden Kommentieren


      Tittelbach.tv empfiehlt: Filme und Serien auf DVD

      DVD : Das Wunder von Berlin DVD : Wolfsburg DVD : Erntedank DVD : Eine andere Liga

       

    • Startseite
    • > Programm <
      • Fernsehfilm
      • Reihe
      • Mehrteiler
      • > Serie <
      • Kino-Koproduktion
      • Interview
      • Porträt
      • Kurztipps
    • Exklusiv
      • Interview
      • Porträt
      • News
      • Analyse
      • Drehbericht
    • Bonusmaterial
      • Toplisten
      • Was andere schreiben
      • Web-Tipps
      • Soundtrack
      • DVD-Tipps
      • Dancing DJ Roger
    • Intern
      • Tittelbachs Welt
      • Fans & Freunde
      • Glossar
      • Mediadaten
      • Datenschutz
      • Kontakt
      • Gästebuch
      • Impressum
    • Spenden

      ... weil Qualität ihren Preis hat!

    • Ausblick: Top-Krimi

      • Richy Müller
        Foto: SWR
      • in den nächsten drei Wochen:

        1. "Tatort: Spiel auf Zeit" (26.5.)
        Foto: Richy Müller

        2. "Tatort: Er wird töten" (9.6.)

        3. "Tatort: Unvergessen" (20.5.)

         

    • Ausblick: Top Drama

      • Confurius
        Foto: ZDF / Trebus
      • in den nächsten drei Wochen:

        1. "Sohnemänner" (28.5.).

        2. "Die Ausbildung" (30.5.)

        3. "Der Tote im Eis" (20.5.)

        4. "Ameisen gehen ihren Weg" (3.6.). Foto: Henriette Confurius

    • Ausblick: Top light

      • Brambach
        Foto: ZDF
      • in den nächsten zwei Wochen:

        1. "Wie Tag und Nacht" (31.5.)

        2. "Nur eine Nacht" (1.7.)

        3. "Neue Adresse Paradies" (25.5.). Foto: Martin Brambach

        4. "24 Milchkühe und kein Mann" (24.5.)

    • Die Top-Filme 2013

      • Alicia von Rittberg
        Foto: ZDF / Maack
      •  

        • "Operation Zucker" (ARD/BR)
        • "Mobbing" (ARD/BR)
        • "Mord in Eberswalde" (ARD/WDR)
        • "Und alle haben geschwiegen" (ZDF)
          Foto: Alicia von Rittberg
        • "Unsere Mütter, unsere Väter" (ZDF)
        • "Verratene Freunde" (ARD/SWR)
        • "Bloch – Im Labyrinth" (ARD/WDR/SWR)
        • "Verbrechen – nach Ferdinand von Schirach" (ZDF)
        • "Tödliche Versuchung" (ZDF)
        • "Die Auslöschung" (ARD/SWR)
    • Bert-Donnepp-Preis

      • jetzt erst mal feiern!
      • Der renommierte Preis für Medienpublizistik, 1991 vom Verein der Freunde des Grimme-Preises gestiftet, wurde am 5.2. an tittelbach.tv in Marl verliehen.

        • Preis-Begründung
        • Laudatio von Vera Linß
        • Replik von Rainer Tittelbach
    • Die Top-Filme 2012

      • Pastewka
        Foto: ZDF
      •  

        • "Das unsichtbare Mädchen" (ZDF/Arte)
        • "Der letzte schöne Tag" (ARD/WDR)
        • "Tatort – Die Ballade von Cenk und Valerie" (ARD/NDR)
        • "Das Ende einer Nacht" (ZDF)
        • "Lösegeld" (ARD/WDR)
        • "Polizeiruf 110 – Schuld" (ARD/BR)
        • "Riskante Patienten" (ARD/WDR)
        • "Der Turm" (ARD/MDR)
        • "Auslandseinsatz" (ARD/WDR)
        • "Mutter muss weg" (ZDF)
          Foto: Bastian Pastewka
        • "Polizeiruf 110 – Fieber" (ARD/BR)
        • "Spuren des Bösen: Racheengel" (ZDF/Arte)
        • "Zappelphilipp" (ARD/BR)
    • Ausgefeiert!!!

      • Spenden für tittelbach.tv
      • Der Bert-Donnepp-Preis hat längerfristig so gut wie nichts an der finanziell prekären Lage von tittelbach.tv ändern können. Im Gegenteil: Die Spenden blieben aus; (Film-)Anzeigen werden zu zögerlich gebucht. Wie wär's im Wonnemonat mit einer Spende?

    • Kalender

    • Kaufen bei

      Kaufen bei
      und tittelbach.tv unterstützen

    • Top Premieren

      Highlights bis zum 26.05.2013
      1. „Tatort – Spiel auf Zeit“  (ARD, 26.05.)
      2. „Tatort – Unvergessen“  (ARD, 20.05.)
      3. „Der Tote im Eis“  (ZDF, 20.05.)
      4. „Neue Adresse Paradies“  (ZDF neo, 25.05.)
      5. „24 Milchkühe und kein Mann“  (ARD, 24.05.)
    • Top Wiederholungen

      Highlights bis zum 18.05.2013
      1. „Mobbing“  (Eins Festival, 18.05.)
      2. „Polizeiruf 110 – Bei Klingelzeichen Mord“  (RBB, 18.05.)
      3. „Tatort – Neuland“  (HR, 18.05.)
      4. „Bloch – Tod eines Freundes“  (HR, 18.05.)
      5. „Scheidung für Fortgeschrittene“  (ZDF neo, 18.05.)
    • tittelbach.tv flattrn

    • Fans & Freunde

      • Freund & Fan
      • Liebe Leser, Normalzuschauer, Journalisten, Macher, Kreative... all jene, die in irgendeiner Weise von tittelbach.tv profitieren. Werden Sie Fan & Freund von tittelbach.tv. Für 25 € werden Sie namentlich erwähnt (oder auch nicht) & dazu gibt es einen Link!

    • Fernsehfilme 5/2013

      • Milberg
        Foto: NDR / von der Mehden
      • ALLE TOP-TV-Filme des Monats auf einen Blick. Ein guter Mai! Lisa Werlinder im "Tatort" Kiel. Der Monat der blonden Frauen? Erinnerungshilfe per Newsletter? Außerdem Tagestipps mit den wichtigsten Links auf Facebook

    • Facebook

    • ttv: meist gelesen

      • Jonas Nay
        Foto: NDR
      • Die Kritik zum Medien-Drama "Homevideo" (NDR/Arte) ist mit großem Abstand der meist gelesene Text auf tittelbach.tv. Foto: Jonas Nay. Die weiteren Klick-Highlights (Stand: 6.5.):
         

        •  2. "Das unsichtbare Mädchen" (ZDF/Arte)
        •  3. "Willkommen im Krieg" (Pro Sieben)
        •  4. "Es war einer von uns" (ZDF/Arte)
        •  5.  "Die Holzbaronin" (ZDF)
        •  6. "Der Duft von Holunder" (ARD)
        •  7. "Sie hat es verdient" (ARD)
        •  8. "Tödliche Versuchung" (ZDF)
        •  9. "Inklusion – gemeinsam anders" (ARD/BRalpha)
        • 10. "Nacht ohne Morgen" (ARD/WDR)
        • 11. "Die letzte Spur – Alexandra 17 Jahre" (Sat 1)
        • 12. "Ausgerechnet Sex" (Sat 1)
    • Folge uns über

      FacebookTwitterRss Feed
    • © 2013 Rainer Tittelbach